Gesamtverband für Kindergottesdienst in der EKD e.V.

Rückblicke

 

Vorhandene Rückblicke: 
Eindrücke vom Kirchentag 2005, Hannover
Abendmahl mit Kindern - Gottesdienst im Rahmen der Gottesdienstwerkstatt des Kirchentages, 2005 Bericht und Ausschnitte aus der Liturgie
Bibelarbeit im "Kinderzentrum KIZ", Kirchentag 2005, von Brigitte Messerschmidt, 1.Vorsitzende des Gesamtverbandes für Kindergottesdienst

Kirchentag in Köln 2007
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Kurze Eindrücke vom Kirchentag 2005 in Hannover

Kinderzentrum beim Kirchentag 2005 in Hannover
Ein voller Erfolg war "KINDER IM ZENTRUM (KIZ)".
Kinder wurden als eigenständige Kirchentags-Teilnehmende ernstgenommen und mit einem vielseitigen Programm erwartet.
Gottesdienste und Bibelarbeiten gehörten ebenso dazu wie Kultur und Aktion. So erlebten Tausende von Kindern, dass Kirche und Glaube mitten ins Leben passen.
Allen, die daran beteiligt waren, über viele Monate dieses Zentrum zu planen und dann bis an die Grenzen ihrer Möglichkeiten durchzuführen, soll an dieser Stelle Glückwunsch und Dank gesagt sein.

Markt der Möglichkeiten
Die Zusammenarbeit der "Kirche mit Kindern" aus vielen Landeskirchen führte zu einer bunten lebendigen Insel im Markt der Möglichkeiten.
Die Mischung aus Information, Materialangebot und kreativem Tun stimmte und zog ständig große Besucherzahlen an.
Viele Mitglieder aus Kirchenleitungen kamen und blieben eine Weile.
Ganz besonders gefreut hat die Aktiven der Besuch von Kirchentagspräsident Nagel.
Und als er im Schlussgottesdienst im "Wort des Kirchentages" den Stellenwert von Kindergottesdienst besonders betonte, war dies eine Stärkung für alle, die in ihren Gemeinden und Kirchen für die Kindergottesdienstarbeit einstehen.

Gottesdienstwerkstatt
Ein Abendmahlsgottesdienst, in dem Kinder selbstverständlich teilnehmen, wurde von einer Arbeitsgruppe des Gesamtverbandes für Kindergottesdienst im Rahmen der Gottesdienstwerkstatt verantwortet. Gespräche nach dem Gottesdienst zeigten, dass viele Familien diesen Gottesdienst sehr gezielt gesucht hatten, um zum erstenmal gemeinsam mit ihren Kindern Abendmahl zu feiern. Nachdenklich macht, dass in vielen Gemeinden die Teilnahme von Kindern am Abendmahl nicht möglich ist, obwohl nahezu alle Kirchenordnungen dies zulassen.
Der Gottesdienstentwurf ist so konzipiert, dass er in einer "normalen" Ortsgemeinde umzusetzen ist und kann in der Geschäftsstelle des Gesamtverbandes abgerufen werden. geschaeftsstelle@kindergottesdienst-ekd.de . Zu einem ausführlichen Bericht über den Gottesdienst: Hier klicken

Workshops im Bibelzentrum
Erstmals wurden aus den Reihen der Kindergottesdienst-Beauftragten Erzählworkshops im Bibelzentrum angeboten.
Das Interesse und die Beteiligung waren hoch, so dass auch diese Angebote in Zukunft mitbedacht werden können.

Für den Kirchentag 2007 in Köln
beginnen  jetzt schon die Planungen.
Welche Erwartungen haben Kindergottesdienst-Mitarbeitende? Wie soll Ihre Arbeit auf dem Kirchentag präsentiert sein? Welche Angebote in Bezug auf Kinder in der Kirche möchten Sie finden und nutzen? Schreiben Sie uns. Jetzt ist noch Zeit, Ideen auf den Weg zu bringen. 
geschaeftsstelle@kindergottesdienst-ekd.de
(Theologischer Sekretär) oder b.messerschmidt@kindergottesdienst-ekd.de (Vorsitzende)

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Gott lädt ein – Der Tisch ist schon gedeckt

Ein Gottesdienst mit Abendmahl für Kinder und Erwachsene

auf dem 30. Deutschen Ev. Kirchentag in Hannover im Mai 2005

Eine wunderschöne, große, helle Kirche mit bunten Fenstern mitten in der Innenstadt. Die Kühle tut gut nach der Hitze draußen. Ungefähr 30 Kinder und 50 Erwachsene sitzen müde, aber erwartungsvoll in den Bänken. Ganz vorne dicht gedrängt 12 Kinder, die sich gleich in die erste Reihe gewagt haben. Sie hängen an den Lippen von Ursula Starke, die am Keyboard auf erfrischende Art und Weise die Kinder zum Lachen bringt und ganz nebenbei, wie im Spiel die schwierigeren Lieder ansingt. Alle singen begeistert mit. Lieder einüben als Event. Das Konzept geht auf! Eine ¾ Stunde Warten vorher – rätselhaft angeordnet von der Kirchentagsleitung aus logistischen Gründen – ist vergessen.

Der Altar ist verdeckt von einem Vorhang. Erhardt Reschke-Rank, theologischer Sekretär des Gesamtverbandes für Kindergottesdienst in der EKD, lädt einzelne Kinder ein, durch ein Guckloch zu spähen. „Wer möchte einmal nachschauen, was sich hinter diesem Vorhang verbirgt?“ Nach schüchternen Anfängen sind die Kinder nicht mehr zu halten, auch aus den hinteren Reihen eilen sie nach vorne, das Eis ist gebrochen. Dann öffnet sich der Vorhang, begleitet von zauberhafter Musik, und gibt den Blick frei auf einen festlich gedeckten Abendmahlstisch. „Es ist alles bereit für das Fest. Gott lädt ein, der Tisch ist schon gedeckt.“ Der Gottesdienst kann beginnen. Das Votum, die Besinnung darauf, in wessen Geist wir zusammengekommen sind, gemeinsam gesprochen und mit Gebärden nachvollzogen, sammelt alle hin zu Konzentration und Andacht. Man kann eine Stecknadel fallen hören. Eine Stunde lang feiern wir gemeinsam, Kleine und Große, Junge und Alte. Die Atmosphäre ist intensiv und konzentriert und ausgelassen und gelöst zugleich.

Abendmahl mit Kindern – für manche immer noch ein brisantes Thema. Nachdem ich diesen Gottesdienst mitgestalten und – erleben durfte, verstehe ich noch weniger, wie das sein kann. Kinder könnten zu unruhig sein und die Würde des Mahles gefährden? Wenn sie genug Chancen erhalten, sich zu bewegen und teilzuhaben mit Leib und Seele – wieso sollten sie?!

Brigitte Messerschmidt, Vorsitzende des Gesamtverbandes für Kindergottesdienst in der EKD, spielt den Zachäus, den kleinen bösen Mann, der durch Jesu Zuwendung eine radikale Wende in seinem Leben erfährt, nach der nichts mehr bleibt, wie es war, der Jesu Worte leibhaftig erfährt: Ich habe mich so danach gesehnt, dieses Mahl mit dir zu teilen. Eine zentrale Botschaft des Abendmahles anschaulich durch das Spiel verdeutlicht. Angst davor, dass Kinder die Botschaft nicht begreifen? 

Als wir alle im großen Kreis zusammenkommen, nehmen sie mit dem größten Ernst und der reinsten Würde Brot und Traubensaft entgegen. Viele Eltern sind zu Tränen gerührt, und nicht nur die Eltern. Was lassen sich da die Erwachsenen, die Kinder vom Abendmahl ausschließen, entgehen!

Als Zeichen des Segens geben wir das Licht der Altarkerzen von einer zum anderen und jede und jeder darf sein eigenes Licht daran anzünden.

 Als Vorbereitungsteam des Gesamtverbandes für Kindergottesdienst in der EKD waren wir aus vielen verschiedenen Teilen Deutschlands zusammen gekommen, um diesen Gottesdienst gemeinsam zu gestalten. Als Großteam für 3 Stunden erfuhren wir einen besonderen Geist der Gemeinschaft und Verbundenheit. Auch das war eine Abendmahlserfahrung.

Als viele Gottesdienst-Teilnehmerinnen und – Teilnehmer im Anschluss bekundeten, wie gut ihnen der Gottesdienst getan habe, haben wir uns selbstverständlich gefreut. Vor allem aber stimmte uns das hoffnungsfroh. Wenn zu den Gemeinden, an denen schon jetzt Abendmahlsgottesdienste für Kinder und Erwachsene gefeiert werden, weitere hinzu kommen, dann kann sich die gute Botschaft immer weiter ausbreiten, dann entstehen immer mehr Orte, an denen Erwachsene Kinder ernst nehmen und ihnen zutrauen, die Botschaft von Liebe und Gemeinschaft sehr wohl zu verstehen und weitertragen zu können.

Wir machen uns auf den Weg – wie wir als Abschluss-Lied im Gottesdienst in Hannover gesungen haben – und das Licht kann sich ausbreiten.

Sabine Fröhlich

Ein Ausschnitt aus dem Gottesdienst:
Votum mit Gebärden

(Die Person, die das Votum spricht, steht zusammen mit einer Gruppe von anderen im Halbkreis vor dem Altar. Die Gottesdienst-Teilnehmerinnen und –teilnehmer werden eingeladen aufzustehen.)

 Wir feiern Gottesdienst

im Namen Gottes

Gott ist uns nahe (linke Hand auf das eigene Herz legen, die rechte Hand darüber

 und überall (beide Hände über den Kopf nach oben strecken und einen weiten Kreis nach außen beschreiben)

 im Namen Jesu Christi

so sind wir geliebt (die Hände wieder auf das eigene Herz legen)

 im Namen des Heiligen Geistes

(die Hände weit über den Kopf nach oben strecken/ Handflächen nach oben öffnen und dann mit beiden Händen über den Kopf, das Gesicht, Hals, Brust, Bauch bis hinunter zu den Füßen streichen – Zeit lassen!)

 so sind wir verbunden als Schwestern und Brüder (alle fassen sich an den Händen)

Amen.

(Worte und Gebärden: Sabine Fröhlich)

 

Bibelarbeit im Kinderzentrum (KIZ)
beim Kirchentag 2005, Hannover

Die 1. Vorsitzende des Gesamtverbandes für Kindergottesdienst hielt die erste Bibelarbeit mit Kindern im Rahmen des Kirchentages. Wie für den gesamten Kirchentag stand auch bei den Kindern am Morgen des Donnerstags der Text aus dem Buch Maleachi im Mittelpunkt. Gemeinsam mit drei Kindergottesdienstmitarbeiterinnen aus Hamminkeln und der Musikgruppe um Holger Kiesé wurde der Text entfaltet und gestaltet. Darüber hinaus wirkten zahlreiche Kindergottesdienst-Menschen mit, um die Kinder mit Materialien und vor allem mit dem "Zeichen der Erinnerung" zu versorgen.
Hier folgt der Text der Bibelarbeit:

 

 

Bibelarbeit zu Maleachi 2,17-3,14

Brigitte Messerschmidt, 1. Vorsitzende des Gesamtverbandes für Kindergottesdienst in der EKD,
gemeinsam mit Eva Stemmer, Sandra Voß, Birte Reikowski.
Musik: Holger Kiesé und Band

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Erzähler/Einleitung: Willkommen zur ersten Bibelarbeit im Zentrum Kinder. Bibelarbeit wie die Großen! Das gab es noch nie beim Kirchentag! Mein Name ist Brigitte Messerschmidt.
Ich bin keine Pastorin oder Pfarrerin. Aber ich arbeite seit vielen Jahren im Kindergottesdienst in meiner Gemeinde mit. Wir werden zusammen arbeiten, und das wird Spaß machen, auch wenn das Wort "Bibelarbeit" ein bisschen mühsam klingt.
Zum Wachwerden brauchen wir heute morgen erstmal ein Lied. (Ach wie bin ich müde..)

Lied:  Ach, wie bin ich müde..

Evtl. zum Begrüßen:  Guten Tag, ihr seid willkommen, setzt euch hin, wir fangen gleich an. (Schlaudt, in "Das Liederheft", Hannover)

Erzähler: Die Bibel ist ein dickes Buch. Vieles was darin steht, kennt ihr, kenne ich. Aber manches istsehr fremd. Das kommt im Kindergottesdienst und im Reli-Unterricht nicht vor.
Und so ein Stück unbekannte Bibel ist für heute morgen für den ganzen Kirchentag ausgesucht. An ungefähr 100 Stellen haben also – vor allem Erwachsene – mit denselben Gedanken zu tun wie wir hier.
Und mit einem ziemlich unbekannten Stück aus der Bibel.
Ich bin gespannt, wie wir hier miteinander dieses Stück aus der Bibel entdecken werden. Immer, wenn Menschen sich mit Gottes Wort befassen, dann vertrauen sie darauf, dass Gott mit dabei ist. "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen." Das singen wir jetzt.

Lied: Wo zwei oder drei in meinem Namen  versammelt sind (Kanon, EG Rhld 578)

Erzähler: Wir wollen uns das Stück aus der Bibel in einem Spiel erzählen lassen. Darum nehme ich euch jetzt mit in die Stadt Jerusalem. In einem Krieg wurde die Stadt sehr zerstört. Sogar der Tempel war ein Trümmerhaufen. Die Menschen sind trotzdem in die Stadt zurückgekehrt und haben angefangen, wieder aufzubauen: Wohnhäuser, Geschäfte, die Stadtmauer. Und vor allem auch den Tempel. Gottesdienste können gefeiert werden.

Mann: Ja, ja, wir sind zurückgekehrt. Aber schau dich um! Es geht nicht voran. "Jerusalem – Stadt des Friedens!" Dass ich nicht lache. Der Zimmermann, der mein Dach gemacht hat, hat einen Lohn gefordert – das war unverschämt! Er nutzt es aus, dass alle unbedingt seine Arbeit brauchen! Und wovon soll ich leben? Wer braucht schon die Dienste eines Schreibers in dieser Zeit? Da sparen alle.

(Maleachi kommt dazu und verfolgt das Gespräch aufmerksam)

Erzähler: Meinst Du nicht, dass du übertreibst?

Mann: Oh nein! Hier, lass diese Frau mal erzählen. Ihr Mann ist als Soldat gestorben. Meinst du, irgendjemand kümmert sich um sie?

Frau: Als Witwe mit einem kleinen Kind ist man in dieser Stadt verloren! Nicht mal in einem Viehstall lässt man mich unterkriechen, ohne Geld dafür zu verlangen. Mein Leid kümmert niemanden. – Dabei sieh sie dir an: Da die Reichen, die sich ein dickes Polster verdienen auf unserer Kosten.

Mann: Genau so ist es! Denen, die frech sind und Wucherlöhne fordern, denen geht es gut! Die, die einfach ihr neues Haus errichten, ohne je das Land gekauft zu haben, die sitzen in der warmen Stube und können das Leben genießen!

Frau: Und im Tempel singen sie von Gottes Gerechtigkeit! - Kannste vergessen! Kuck dich um! Wo ist denn Gott? Wo schafft er denn Recht?!–Nix passiert.

Mann: Weißt du, was ich denke? Gott gefallen diese Unverschämten, Ungerechten. Dass es ihnen gut geht – das ist doch ein Zeichen, dass Gott sie gut findet.

Erzähler: (Zum Publikum) Findet Gott die Unverschämten und Ungerechten gut? Belohnt Gott sie sogar noch mit Wohlstand? Was meint ihr dazu? Was würdet ihr den beiden Menschen hier vorn sagen?
Wir machen einen Moment leise Musik, und ihr sprecht mit euren Nachbarn darüber, da wo ihr gerade sitzt oder steht.

Musik – Murmelgruppen

Erzähler: Hier vorn hat jemand das Gespräch der beiden Jerusalemer auch mit angehört. Das ist Maleachi. Und er spricht die beiden jetzt an. Hört mal zu.

Maleachi: Ihr nervt Gott mit euren Reden! Merkt ihr das gar nicht? Warum fragt ihr: Wo ist denn Gott?
Habt ihr vergessen, dass wir immer wieder Gutes erlebt haben? Habt ihr vergessen, dass Gott uns aus der Sklaverei befreit hat? Habt ihr vergessen, dass Gott uns seine Gebote gegeben hat?
Ihr behauptet, Gott liebt diejenigen, die Unrecht tun! Damit beleidigt ihr Gott. Ja, ihr verletzt Gott! Ihr nervt Gott mit euren Reden!

Frau: Maleachi, Du siehst doch auch das ganze Unrecht. Ich finde, da muss Gott doch dazwischen gehen! Dreinschlagen sollte er! Dem ganzen Unrecht ein Ende setzen.

Maleachi: Was würde denn geschehen, wenn Gott dreinschlagen würde, so wie ihr es euch vorstellt? Niemand ist frei von Unrecht! Es würde alle treffen, auch euch. Aber Gott will, dass seine Kinder leben.
Darum hält er aus, darum ist er immer noch geduldig. Er liebt doch seine Menschenkinder. Gott liebt euch doch. Denn Gott ist treu. Darum schlägt Gott nicht drein, sondern hofft, dass ihr umkehrt und nach seinen Weisungen handelt.

 Frau: Umkehren? Wohin denn? Wir haben doch nichts Verkehrtes getan!

Mann: Genau. Ich bin ein ehrlicher Mensch. Ich habe mir nichts zuschulden kommen lassen. Schuld sind doch die anderen!

Frau: Wir haben nichts getan!

Maleachi: Eben. Ihr habt nichts getan. Genau das ist es: Ihr tut nichts. Ihr vertraut Gott nicht. Ihr traut Gott nichts zu. Und dabei wünscht sich Gott so sehr, dass ihr ihm vertraut. Gott wünscht sich so sehr, dass ihr ihm etwas zutraut. Schenkt Gott Euer Vertrauen! Das sollt ihr tun! Dann wird es so sein:
Wenn Ihr wirklich mit Gottes Segen rechnet, dann werden euch alle Völker glücklich preisen. Denn wenn ihr Gott vertraut, dann seid ihr ein Land, in dem es Lust macht zu leben!

Erzähler: Ein Land, in dem es Lust macht, zu leben. Wie könnte das sein? Ihr bekommt nun kleine Kärtchen und Stifte. Malt oder schreibt darauf, was für euch in ein solches Land gehört. Wie könnte das sein – ein Land, in dem es Lust macht zu leben. Wir sammeln eure Kärtchen ein und heften sie später hier vorn an den Bühnenrand. Und immer, wenn ihr während des Kirchentages hier vorbei kommt, könnt ihr sie euch anschauen. Wenn wir Gott vertrauen, dann sind wir ein Land, in dem es Lust macht zu leben. –

 Aktion Malen/Schreiben/einsammeln/anheften

Dazu ein Lied: Gott, dafür will ich dir danke sagen (Kanon) (oder ein anderes passendes Lied aus dem Fundus Zentrum Kinder)

Erzähler: Die Menschen in Jerusalem lassen nicht locker. Noch einmal reden sie auf Maleachi ein.

Mann: Ach, Maleachi, es ist doch sinnlos, etwas für Gott zu tun! Was bringt's, wenn wir uns an das halten, was Gott will? Wir werden höchstens ausgenutzt. Bloß die, die dreist ihre eigenen Gesetze machen und ihren Vorteil organisieren, sind glücklich. Bloß die, die gewalttätig werden, sacken alles ein. Und ausgerechnet die, denen Gottes Gebote egal sind, kommen zu Wohlstand und Sicherheit! – So sieht's doch aus, Maleachi!

Frau: Gott hat uns längst aufgegeben, er sieht uns nicht, wir sind viel zu klein und unbedeutend.

Maleachi: NEIN! Die Gewalttätigen und die, die nur ihren eigenen Vorteil suchen, - die sind allein! Ihre Taten haben keinen Bestand. Ihre Macht geht zu Ende. Schaut euch doch um! Wie viele Mächtige sind längst vergessen. Niemand fragt mehr nach ihrer Macht. Niemand spricht ihre Namen freundlich aus.

Mann: (nachdenklich) Mm. Das stimmt. Wer nur an sich denkt, bleibt allein. Wem die anderen egal sind, an den denkt niemand freundlich.

Maleachi: Eben. Doch diejenigen, die nach Gottes Willen fragen, werden niemals vergessen.
Ihre Namen sind unauslöschlich bei Gott aufgeschrieben für alle Zeit.

Frau: Du meinst, Gott kennt mich, Gott kennt meinen Namen?

Maleachi: Ja, bei Gott bist du niemals vergessen. Gott hört deine Fragen. Und er nimmt sie sehr ernst. Gott sieht darauf, dass du nicht allein bist. Wie in einer Familie seid ihr zusammen: Wie Eltern und Kinder, Kinder und Eltern. Sie reden miteinander. Sie achten aufeinander. Sie wissen, dass sie miteinander verbunden sind. Sie hören sich gegenseitig zu. Sie teilen, was sie haben.

Frau: Und du meinst wirklich, Gott hat uns nicht übersehen?

Maleachi: Ganz sicher übersieht Gott euch nicht. Ihr seid Gottes großer Schatz. Ihr seid Gottes Goldstücke, um die er sich sorgt und auf die er achtet. Gott sieht den Schatz in euch sogar dann, wenn er unter euren dunklen Seiten verborgen ist. Bei Gott geht ihr nicht verloren. Goldstücke Gottes seid Ihr!

Lied: Gold -, Gold – Goldstücke (Text siehe am Ende dieses Entwurfes)

Frau: Ich bin kostbar? Ich bin Gottes Goldstück? Obwohl ich so sauer auf ihn war?

Mann: Wir sind Gottes Schatz? Obwohl wir mit so vielen Fragen hergekommen sind?

Maleachi: Ja, so ist es. Ihr seid Gottes Goldstücke. Gottes großer Schatz. Ihr beide und alle auf diesem Platz. Die Kinder und die Erwachsenen. Auch gerade die mit den schweren Fragen. Auch gerade die, die meinen, dass sie immer zu kurz kommen und immer unten sind. Auch gerade die, die denken, Gott hätte sie vergessen. Ihr seid Gottes Goldstücke. Darum tut er alles, um mit euch zu sein.

Erzähler:(zu den Spielern gewandt) Schaut mal. Ich habe hier was in meiner Hand.

Frau: (schaut sich den grauen Stein an) . Ein Stein, der so aussieht, wie wir uns fühlen. Der ist grau. So wie unser Kummer, unserer Enttäuschungen, unsere Bitterkeiten. Wir sind auch so grau und  trübe.

Erzähler: Aber wenn man den Stein rubbelt, dann kommt zum Vorschein, was er wirklich ist. Probiert es mal aus.

(Mann und Frau beginnen zu rubbeln, Maleachi schaut drauf)

Maleachi: Das ist so, wie ich es mit diesen beiden Menschen hier gemacht hab: Ich hab an ihnen gerubbelt.

Mann: Ja, du hast hinter unsere Bitterkeit und ihre Enttäuschung geschaut. Das ist manchmal nicht ganz einfach. Da geht es manchmal ganz schön heiß her. – so wie beim Rubbeln die Finger schon mal heiß werden können.

Erzähler: (Zum Publikum) Ihr alle bekommt jetzt einen so grauen Stein wie die beiden hier vorn. Viele helfen beim Austeilen. Wenn Ihr euren grauen Stein habt, dann macht dasselbe, was die beiden hier vorn tun. Streicht über den grauen Stein, reibt an ihm, rubbelt den Stein und findet heraus, was der graue Stein wirklich ist.

Aktion: Goldstücke austeilen/ Dazu das Lied "Gold- Gold Goldstücke .."

Erzähler: Schaut euch mal um. Ist das nicht ein toller Schatz Gottes hier auf dem Platz?
So kann es sein: Große und Kleine, Kinder und Eltern, Alte und Junge, Starke und Schwache – Ihr gehört zusammen. Denn ihr seid Gottes großer Schatz! Ihr seid Gottes Goldstücke! Vergesst das nie! 

Lied zum Abschied                            Ich wünsch dir Freundinnen und Freunde
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Liedtext von Brigitte Messerschmidt, zur Melodie von Daniel Kallauch "Volltreffer".
Rechte des Originals von Kallauch liegen bei cap!music, Altensteig.

 
Gold -, Gold-, Goldstücke -
Ja, Goldstücke Gottes seid ihr!
Gold-, Gold-, Goldstücke!
Ihr seid kostbar, ja Ihr!

Manchmal bist du tief enttäuscht.
du fühlst dich ganz verloren.
du brauchst eine, die dir zeigt,
dass du wertvoll bist!

Gold -, Gold-, Goldstücke ...-

Manchmal denkst du: 'Gott ist blind.
Er hat mich übersehen.'
Du brauchst einen, der dir zeigt,
dass Gott dir nahe ist.

Gold -, Gold-, Goldstücke -

Manchmal denkst du: 'Gott ist fort.
Gott hat mich ganz verlassen.'
Du brauchst eine, die dir zeigt,
dass Gott treu zu dir steht!

Gold -, Gold-, Goldstücke –

 

 


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